Bei den ganzen Social Media Buttons mag für einige die durchaus berechtigte Frage, nach dem Nutzen auftauchen. Brauche ich das wirklich? Muss ich damit die Ladezeit meiner Webseite belasten? Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass nicht jedem Trend bzw. jedem Hype aus dem Bereich Social Media gleich blind nachgerannt werden sollte. Bei der Beantwortung der Frage, was bzw. wie viel davon ich wirklich für meine Webseite oder meinen Blog brauche, steht der Nutzen im Vordergrund, der Nutzen für meine Leser wie auch für mich.
Um diese Frage zu beantworten sehen wir uns zuerst unsere Zielgruppe an, also unsere Leser. Für sie erstellen wir unsere Inhalte. Wenn diese unseren Lesern gefallen, dann sind einige durchaus immer mal wieder gerne bereit auf einen entsprechenden Social Media Button zu klicken und damit die gerade gelesene Seite ihrem Netzwerk als Lesetipp zu empfehlen. Wäre ein solcher Button nicht vorhanden, bleibt die Frage, ob diejenigen Leser sich manuell auf dem Weg machen würden, den entsprechenden Inhalt in ihrem favorisierten Social Media Netzwerk zu teilen. Manche vielleicht ja, aber sehr wahrscheinlich nicht viele.
Es kann getrost behauptet werden, dass Social Media Buttons zur Nutzerfreundlichkeit der Seite beitragen, denn damit wird dem begeisterten Leser der Weg des Teilens in seinem Netzwerk erleichtert. Das Ganze unabhängig davon, ob ich persönlich dieses Social Media Netzwerk nutze, oder nicht.
Meine Leser können mit den entsprechenden Buttons meine Inhalte in ihren Netzwerken teilen. Was ich davon habe, dürfte klar auf der Hand liegen. Die geteilten Inhalte werden von den Netzwerk-Teilnehmern wahrgenommen und wer es für sich als interessant erachtet kommt über diesen Link zu mir auf die Webseite und liest. Neue Leser sind gewonnen, die, bei Gefallen vielleicht auch wieder teilen und/oder vielleicht auch zu einem Stammleser meines Blogs werden. Im besten Fall kann, ausgelöst durch einen Klick auf einen Button, ein Schneeball-Effekt eintreten, der für einen wahren Besucherstrom sorgt.
Ein solcher best case tritt zwar in der Realität nicht oft ein, dennoch kann er vorkommen. Die Wahrscheinlichkeit steigt (leider!) mit dem Bekanntheitsgrad und des Erfolgs der Webseite. Ich stelle immer wieder fest, dass gerade bei den deutschen Top-Performern solche Buttons „wie wild“ geklickt werden, also würde es für das Teilen einen Preis geben. Kleinere und neuere Projekte haben da leider meist das Nachsehen, auch wenn ihre Inhalte noch so gut sind.
Ein weiterer Nutzen, den ich als Webmaster von der aktiven Nutzung der Social Media Buttons haben kann, liegt im Bereich des Rankings in den Suchmaschinen verborgen. Social Media Signale haben einen Einfluss auf das Ranking. Wie hoch dieser ist, kann nur spekuliert werden. Doch gehen viele Meinungen dazu über, den Social Media Signalen immer mehr Einfluss zuzugestehen. Ganz einfach lässt sich das so erklären: Wenn ein Inhalt oft über Social Media Netzwerke geteilt wird, dann finden ihn ergo viele Nutzer interessant. Interessante Inhalte sollen auch in den Suchmaschinen weit vorne ausgegeben werden. Das wiederum sorgt für neue Besucherströme aus dieser Quelle.
Wenn ich jeden existierenden Social Media Button in meine Webseite einfügen würde, dann würde sie bald aussehen wie eine Button Wüste und mit Sicherheit das Gegenteil der gewünschten Effekte erreichen, ich würde meine Leser damit in die Flucht schlagen. Darum sei gut und genau ausgewählt, welche Buttons welcher Netzwerke ich in meine Seiten integriere. Die drei global Player – Facebook, Twitter und Google Plus – halte ich persönlich für am wichtigsten. Ob noch weitere Netzwerke und Buttons genutzt werden, hängt vom individuellen Einzelfall ab.
Warum alle drei Global Player und nicht nur einen oder zwei davon, die einem persönlich am besten gefallen?, mögen sich an dieser Stelle vielleicht einige fragen. Ganz einfach, es geht hier nicht um die Frage, was ich persönlich am liebsten mag und/oder nutze, sondern darum, was meine Leser mögen und nutzen. Diese haben ihre persönlichen Vorlieben. Der eine liebt Twitter, der nächste Facebook und der übernächste spielt am liebsten mit Google Plus. Und damit ist dann in der Regel das größte Feld der Social Media Netzwerke abgedeckt. Jemand der nur das eine nutzt, wird, nur weil es diesen Button nicht bei mir gibt, sich kaum einem anderen Netzwerk zuwenden, sondern eher „klick-los“ verschwinden. Nutzerfreundlichkeit heißt nicht, meinen Lesern zu diktieren, was sie nutzen sollen, sondern ihnen stattdessen einfach die verschiedenen Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Ungeachtet dessen, ob ich nun ein Fan davon bin oder nicht.
Ungeachtet der Qualität des Inhalts, lässt sich leider oft beobachten, dass gerade die Buttons der großen Webseiten mit Freude angenommen werden, während kleinere, neuere Projekte oft verschmäht werden. Ich persönlich finde das sehr schade, denn dieses Verhalten macht es den kleineren bzw. neueren Projekten viel schwerer, sich mit guten Inhalten hervorzuheben.
In einem anderen Theater habe ich dazu unter dem Stichwort „Klick-Geiz“ vor einiger Zeit bereits schon mal etwas geschrieben. Und ich möchte auch heute wieder betonen, dass dieses Verhalten oft auch von uns selbst ausgeht. Einige von uns selbst klicken bei anderen auch viel zu selten auf die Social Media Buttons. Ergo liegt es auch in unserer Hand an unserem Verhalten etwas zu ändern. In diesem Sinne möchte ich noch dafür plädieren nicht immer den Großen den Vorrang zu geben, sondern auch den Qualitätsinhalten kleinerer, noch nicht so bekannter Seiten, eine Chance zu geben.
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Hallo.
Ich denke auch, daß man zumindest die drei genannten Buttons irgendwo im Blog eingebunden haben sollte. Es spricht aber auch nichts dagegen noch ein paar Bookmarkingknöpfe dazuzupacken. Ich glaube zwar, daß die auf dem absteigenden Ast sind, aber soviel Performance werden die auch nicht fressen und es ist ja doch ein wenig “Dienst am Kunden”.
Und das bei den Großen soviel geklickt wird hat meines Erachtens auch etwas mit dem Herdentrieb zu tun. Steht beim Facebook oder G+ Button statt 1 eine 100, dann will der nächste nicht zurückstehen.
Gruß, Max
@Max: Das Herdentrieb Argument ist gut
Danke für deinen Artikel, liest sich interessant. Ich habe die drei genannten in meinem Blog und möchte sie auch nicht missen. Noch mehr möchte ich eigentlich nicht haben man hat als Betreiber der Seite meist ein wenig mehr Arbeit. Was ich mir persönlich angewöhnt habe in Blogs zu kommentieren wenn mir ein Artikel gefallen hat, denn Feedback für Artikel ist sehr wichtig!
@pixelsophie: Ja, das ist richtig, jeder Button bzw. jedes Social Media Netzwerk macht auch etwas Arbeit. Und über Feedback in Form von Kommentaren werden sich wohl die meisten freuen, wir beide inklusive
@CouchCat Feedback ist halt enorm wichtig, für uns Blogger! Ich wollte auch noch schreiben dass ich die Social Media Dienste selbst (als Leser) sehr stark nutze, es erinnert mich bei den vielen Seiten/Blogs die es gibt immer wieder daran, dort wieder einmal vorbezuschauen. Also ich bin in jedem Fall dafür, aber alle braucht man auch nicht

Achja wenn du Lust hast, kannst ja noch bei meinem Adventskalender mitmachen ist zwar hauptsächlich Fotozeugs, aber vielleicht ja trotzdem interessant
Grüße!
@pixelSophie: Bei der Nutzung kann ich mir sicher noch ein paar Scheibchen abschneiden. Mir mangelt es halt leider meist an der Zeit… aber ich gelobe Besserung.
Fotozeugs ist so gar nicht mein Ding… sorry. Aber ich hab Dich auf jeden Fall schon mal in meinem Reader.
Das ist kein Thema das Fotozeugs nicht so dein Ding ist
Danke fürs hinzufügen!
und wegen der Nutzung, also ich habe Twitter wirklich für mich entdeckt, es geht schnell und füttert einen mit vielen Neuigkeiten. google+ mag ich auch wirklich gerne, ist so herrlich übersichtlich. Facebook ist nicht nur in den Medien umstritten, sondern auch bei mir – aber es bringt mir derzeit noch die meisten Besucher, daher wird meine Seite vom Blogfeed gefüttert. So macht das kaum Arbeit und scheint für viele Leser ein Magnet zusein.
Feedreeder, ja also die wollte ich immer genutzt haben, ist mir irgendwie immer nicht gelungen – da schneide ich mir dann eine Scheibe von dir ab
Da haben wir wohl ein bißchen was gemeinsam. Twitter ist mein Favorit, Google+ finde ich sehr interessant, nur mit Facebook kann ich mich persönlich gar nicht anfreunden
Also ich bin da im Gegensatz zu den Vorpostern ein wenig überfordert. Facebook, Twitter und Google+ wollen ja bespielt werden mit unterschiedlichen Inhalten, ich finde das extrem viel Arbeit und bin mir auch nicht sicher, ob sich dieser Aufwand wirklich lohnt; denn die meisten Besucher kommen bei mir ebenfalls über Facebook.
@Barbara: Einiges kann man auch gut automatisiert machen. Ich selbst bin überhaupt nicht der Fan viel Zeit in den Socials zu verbringen, dafür fehlt mir auch die Zeit. Nur ein bißchen was individuelles braucht es überall schon und ich finde es auch sehr wichtig, die Inhalte von anderen zu teilen.
Mit Facebook kann ich mich persönlich gar nicht anfreunden, dort wird man mich selbst nie sehen. Ich kann Dir aber verraten, dass bei mir auf allen Blogs, die ich mit Google+ versorge, diese Quelle wesentlich besser performt als Facebook und Twitter zusammen.