Adsense Einnahmen erhöhen über benutzerdefinierte Channels

Benutzerdefinierte Channel in Adsense sind ein, in meinen Augen, sehr mächtiges Instrument, die dabei helfen, die Einnahmen in Google Adsense langfristig zu erhöhen. In erster Linie sind die benutzerdefinierten Channels für das Reporting und damit das Testen der verschiedensten Anzeigen, Ausrichtungen und Formate wichtig. Aber es gibt auch das so genannte Placement Targeting, mit dem man seine Channels den Werbetreibenden über Adsense direkt für die Buchung anbieten kann.

Wohl jeder Webmaster, der Google Adsense Anzeigen auf seinen Seiten schaltet, ist auch an funktionierenden Wegen interessiert, seine Adsense Einnahmen zu erhöhen. Ein Mittel, welches ich dafür gerne nutze sind benutzerdefinierte Channels. Die Channels haben zwar nicht unbedingt direkt mit den Einnahmen etwas zu tun, geben vor allem die Möglichkeit seine unterschiedlichen Adsense Anzeigen zu beobachten und genaue Zahlen vergleichen zu können. Denn Ausprobieren und Testen ist das A und O bei den Versuchen die Adsense Einnahmen zu erhöhen.

Neben dem Reporting bieten benutzerdefinierte Channels aber noch eine direkte Möglichkeit an den Adsense Einnahmen zu schrauben. Benutzerdefinierte Channels können den Werbetreibenden als Anzeigenplatzierung angeboten werden. So können die Adwords Kunden direkt auf meinem Blog oder meiner Website über Adsense Anzeigen schalten. Das Ganze nennt sich Placement Targeting, zu Deutsch Anzeigenplatzierung.

Benutzerdefinierte Channels erstellen

In Adsense finden sich im Bereich Meine Anzeigen die benutzerdefinierten Channels. In der Regel erstelle ich für jede einzelne Adsense Anzeigenausrichtung einen eigenen benutzerdefinierten Channel. Das heißt z.B. ein Anzeigenblock am Anfang des Artikels hat einen eigenen benutzerdefinierten Channel, genauso wie ein Anzeigenblock unter den Artikeln usw. So kann ich über die Berichte zu den benutzerdefinierten Channels herausfinden, an welchen Stellen die Anzeigen besser laufen und wo sie wiederum schlechter performen.

Benutzerdefinierte Channels in Google Adsense

Adsense benutzerdefinierte Channels

Mit einem Klick auf Neuer benutzerdefinierter Channel ist ganz einfach der entsprechend gewünschte Channel erstellt. Es erscheint ein Fenster in das der Name für den benutzerdefinierten Channel vergeben werden kann und in der neuen Adsense Oberfläche können hier auch gleich bereits erstellte Anzeigenblöcke dem Channel hinzugefügt werden. Hier sollte in jedem Fall ein gut durchdachter Name für die jeweiligen Benutzterdefinierten Channels gewählt werden, so dass sie sich auch später im Reporting einfach sortieren lassen. So beginnt z.B. bei mir ein jeder benutzerdefinierter Channel mit dem Domainnamen.

Placement Targeting des benutzerdefinierten Channels

Weiter findet sich beim Erstellen wie auch beim Bearbeiten des benutzerdefinierten Channels das Feld Werbetreibenden diesen benutzerdefinierten Channel als Anzeigen-Placement anzeigen, für das eine Ausrichtung möglich ist.

Sobald dieses Feld angeklickt wird erscheinen mehrere neue Felder, die entsprechend ausgefüllt werden müssen:

Placement Targeting

Placement Targeting: einen benutzerdefinierten Channel Werbetreibenden anbieten

Speichern und fertig, ab jetzt können Werbetreibende auf meinem Blog bzw. meiner Website in diesem Bereich Anzeigen schalten, was mir wiederum die Möglichkeit gibt, meine Adsense Einnahmen zu erhöhen.

Leistungsberichte für die benutzerdefinierten Channels

Weitaus wichtiger als das Angebot für Werbetreibende empfinde ich die Channels aber für die laufende Auswertung. An welcher Stelle funktionieren in meinem Projekt Adense Anzeigen gut, an welcher Stelle weniger. In welcher Farbe werden sie eher angenommen usw. Über die verschiedenen Möglichkeiten könnten einige Blogartikel gefüllt werden. Ich finde es aber wichtig, sich nicht nur auf die Erfahrungen anderer zu verlassen, sondern selbst Hand anzulegen und auszuprobieren, was im eigenen Projekt wo am besten läuft. Nach meiner Erfahrung performen die verschiedensten Projekte unterschiedlich, so dass das was hier gut läuft woanders noch lange nicht so sein muss.

Leistungsbericht eines benutzerdefinierten Channels

Beispiel: Leistungsbericht eines benutzerdefinierten Channels rotierend in zwei Farben

Tipps, um die Google Adsense Einnahmen zu erhöhen

Trotzdem möchte ich Euch an dieser Stelle noch ein paar Tipps mitgeben, die in meinen Augen durchaus das Ausprobieren wert sind:

  • Obwohl man immer wieder liest, dass blaue Links am häufigsten geklickt werden, habe ich im direkten Vergleich andere Erfahrungen sammeln können, so dass ich die Farbe der Links in den Adsense Anzeigen in meinen Projekten in der Regel nach der Farbe der Links im Projekt richte. Manchmal rotiere ich aber auch die Farben der Google Adsense Anzeigen.
  • In der Sidebar performen die meisten Adsense Anzeigen, selbst wenn sie sehr präsent sind, also weit oben platziert, relativ schlecht im Vergleich zu den Anzeigen direkt im Artikel.
  • Am besten performen Adsense Anzeigen direkt am Anfang des Artikels. Auch nach einem Absatz Text, wie es in WordPress z.B. mit dem More-Tag erreicht werden kann, laufen Google Adsense Anzeigen sehr gut.
  • In der Regel ist es meist so, dass Adsense Anzeigen die weiter oben platziert sind, bessere Einnahmen erzielen, häufiger geklickt werden, als Adsense Anzeigen, die weiter unten platziert sind. Je weiter der Leser nach unten scrollen muss, desto schlechter die Performance der jeweiligen Adsense Anzeige.
  • Maximal dürfen 3 Anzeigenblöcke + 3 Linkblöcke in den Content integriert werden. Linkblöcke sind nicht zu unterschätzen, sofern sie relativ weit oben im sichtbaren Bereich platziert werden. Bei Anzeigenblöcken bevorzuge ich die Formate 336×280, 468×60 sowie 160×600. Nachdem Google vor einiger Zeit Algorithmus Änderungen für Werbung im sichtbaren Bereich vorgenommen hat, sollte man seine Anzeigen dahingehend ausrichten (siehe Adsense Optimierung nach den Google Algorithmus Änderungen).

Testen und Ausprobieren ist das A und O beim Adsense Einnahmen erhöhen. Dafür bietet es sich an die entsprechende Version ca. 2 bis 4 Wochen laufen zu lassen und dann mit den vorherigen Daten zu vergleichen, um ein aussagekräftigeres Bild zu erhalten.

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21 Kommentare:
  1. Alper Iseri kommentierte am 15.05.2012, 11:46 Uhr:

    Danke wie immer für diesen interessanten Artikel. So lerne auch ich mal etwas über das Thema Monetarisierung und Optimierung dazu. Weißt ja, dass ich davon leider nicht so mega viel verstehe :-/

  2. CouchCat antwortete am 15.05.2012, 11:49 Uhr:

    @Alper: Als ob Du davon nicht so wirklich viel verstehen würdest ;-)

  3. Alper Iseri kommentierte am 15.05.2012, 11:51 Uhr:

    Ganz ehrlich: Ich habe in der Vergangenheit immer super viel ausprobiert. Aber wirklich Ahnung habe ich davon nicht. Weder von SEO noch von der perfekten Monetarisierung. Ich habe über 3.500 Artikel bei meetinx. Wenn ich wüsste, wie ich mein Theme, meine interne Verlinkung und meine Artikel optimieren könnte, würde ich wahrscheinlich dreimal so viel verdienen…

  4. CouchCat antwortete am 15.05.2012, 11:59 Uhr:

    @Alper: Bei Adsense lebt man auch vom ständigen Ausprobieren. Außerdem hat sich in den letzten Jahren einiges geändert. Was noch vor ein paar Jahren gut lief, läuft heute gar nicht mehr. Und es lassen sich auch selten 2 Domains vergleichen, bei der einen läuft es so besser, bei der anderen wieder anders.
    Ich habe hier z.B. auch gerade den Banner testweise umgestellt. Mal kucken ob dieser oder der letzte am Ende des Monats das Rennen macht.

  5. Dirk kommentierte am 15.05.2012, 13:59 Uhr:

    Adsense lebt vom ständigen optimieren. Was Monate lang gut funktionierte, funktioniert plötzlich nicht mehr. Ich möchte das mit den wechselnden Farben als nächstes mal testen. Setzt du da irgendein Plugin ein um verschiedene Anzeigenblöcke mit verschiedenen Farbkombinationen rotieren zu lassen?

  6. CouchCat antwortete am 15.05.2012, 16:59 Uhr:

    @Dirk: Die rotierenden Farben finde ich gar nicht schlecht, habe sie auf zwei Blogs integriert.
    Für Adsense nutze ich nur ein Plugin “Post Layout” von Satollo, da ich sie vor allem nach dem More-Tag haben möchte. In die Eingabefelder dieses Plugins kann man auch PHP schreiben :-)
    Und genau da setze ich mit der Rotation an, die ich hier beschrieben habe: http://www.bastelfactory.com/adsense-anzeigen-optimieren-mit-rotierenden-farben.html

  7. Dirk kommentierte am 15.05.2012, 17:14 Uhr:

    Ich sorge mit einem kleinen PHP-Schnipsel im Template dafür, dass der obere Adsense-Block im Artikel nach dem ersten Absatz eingefügt wird.

    Ich denke mal da kann ich die Funktion, die du auf bastelfactory.com beschrieben hast, integrieren.

    BTW: nette Seite die Bastelfactory, die kannte ich noch gar nicht…

  8. CouchCat antwortete am 15.05.2012, 17:33 Uhr:

    @Dirk: Den PHP-Schnipsel kannst Du mir mal schicken (email?), der würde mich interessieren.
    Die “Rotator-Funktion” ist da mit Sicherheit einfach integriert.
    Bei Dir würde ich da auch mal rote (weinrot) Links ausprobieren. Die laufen nach meiner Erfahrung auch recht gut. Und die URLs würde ich grundsätzlich in einer anderen Farbe machen als die Links. So, dass die URLs nicht so sehr ins Auge stechen ;-)

  9. Dirk kommentierte am 15.05.2012, 17:57 Uhr:

    Email mit Textdatei im Anhang ist soeben raus gegangen…

    Die Farben werde ich mal ausprobieren.

  10. CouchCat antwortete am 15.05.2012, 18:43 Uhr:

    @Dirk: cool, Danke :mrgreen:

  11. Franz kommentierte am 15.05.2012, 19:36 Uhr:

    Hallo Tanja!

    Daumen hoch für deinen tollen Artikel über Adsense. Ich setze die Google-Werbung seit ca. 10 Monaten ein, die benutzerdefnierten Channels habe ich aber bisher überhaupt nicht berücksichtigt.

    Ich hatte bisher nur Textlinks von Adsense im Einsatz – der Linkblock am Anfang eines Blogartikels (336×280) und 2 kleinere mittem im Artikel. Nach deiner ausführlichen Beschreibung werde ich jedoch die benutzerdefinierten Channels ausprobieren.

    lg Franz

  12. Dirk kommentierte am 15.05.2012, 20:11 Uhr:

    Inzwischen läuft bei mir auch die Rotation mit den wechselnden Farben. Mal die nächsten Tage schauen, wie sich die Klickraten entwickeln…

  13. vanvox kommentierte am 15.05.2012, 22:02 Uhr:

    Aufgefallen war mir dieses Placement-Targeting schon, aber so richtig verstanden hatte ich das aus der Beschreibung von Adsense nicht. Dank für diesen hilfreichen Beitrag.
    Würde mich mal interessieren wie hoch deine Adsense-Einnahmen für couchcat sind.

    LG
    Christina

  14. CouchCat antwortete am 16.05.2012, 07:45 Uhr:

    @Franz: Bei Adsense muss man immer ein bißchen experimentieren ;-)

    @Dirk: Ah, schön. Drück die Daumen, dass es funzt. Die User werden nach einer Zeit, vor allem wenn die Werbung genau so auch auf anderen Seiten eingesetzt wird “Werbungsblind”.

    @vanvox: Die Adsense Einnahmen hier sind noch nicht der Rede wert, im unteren zweistelligen Bereich im Monat. Also im Schnitt noch kein Euro pro Tag.
    Der Seiten-CTR ist mies, was aber mit hoher Wahrscheinlichkeit an der Qualität des Content liegt. Je höher dieser ist, desto weniger möchten User über Adsense wieder gehen, sondern weiter lesen. So habe ich in meinen Top 25 Seiten kaum eine unter einer durchschnittlichen Verweildauer von 3 Minuten. Sogar einige, die bei an/um die 5 Minuten liegen. Das Ganze bei knapp über 50 Artikel im Gesamten. Dafür ist hier der CPC ziemlich gut.

    Ich habe nur 2 Domains die mit solchen guten Verweildauer-Zahlen glänzen und bei beiden ist der Seiten-CTR ziemlich mies. Bei den anderen ist es meist so, dass je höher der Seiten-CTR, desto niedriger auch die durchschnittliche Verweildauer.

  15. Dirk kommentierte am 16.05.2012, 08:08 Uhr:

    Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Je besser der Content ist, desto weniger Klicks bekommt man. Da gleicht aber die Menge der Besucher wieder einiges aus, denn hochwertige Seiten werden, in der Regel, einfach häufiger besucht.

    So sollte das Endergebnis in jedem Fall doch wieder stimmen…

  16. CouchCat antwortete am 16.05.2012, 08:32 Uhr:

    @Dirk: Das kann ich mit meinern bisherigen Erfahrungen leider nicht so ganz bestätigen. Die größere der beiden (also nicht die hier), hat ungefähr die gleichen Besucherzahlen (teilweise sogar bessere) wie zwei andere Domains von mir, die aber unterm Strich das doppelte, wenn nicht sogar noch mehr verdienen auf den Monat gesehen. Es sind immer mal wieder ein paar Tage dabei, wo die drei gleichauf liegen, aber das ist eher die Ausnahme als die Regel.

  17. Dirk kommentierte am 16.05.2012, 08:54 Uhr:

    Hängt sicher auch mit den jeweiligen Themengebieten der Seiten zusammen. Ich habe auch Seiten die nur wenige Besucher haben aber dort eben entsprechende Klickpreise haben, die ich mir auf der Computerecke wünschen würde.

    Im IT-Bereich sind die Klickpreise ja leider kontinuierlich am sinken…

  18. CouchCat antwortete am 17.05.2012, 09:45 Uhr:

    @Dirk: Die Themengebiete sind definitiv auch ein Punkt. Das ist es ja auch warum ich behaupte, dass sich in Bezug auf Adsense zwei Domains nie vergleichen lassen. Was bei der einen läuft muss nicht genauso auf der anderen laufen, sondern meist ganz anders ;-)

  19. Wolfgang kommentierte am 18.05.2012, 15:45 Uhr:

    6,5 % – das ist schon eine Hausnummer.
    Davon bin ich mit meinem Proket sehr weit entfernt.

    Ich überlege aber zur Zeit, einen Video-Kurs auf Englisch herauszubringen und die Seiten hierzu auf Adsense zu optimieren.
    Weißt Du, ob solche “quasi-MFA-Seiten” zur Zeit überhaupt noch Sinn machen?

  20. Wolfgang kommentierte am 18.05.2012, 15:46 Uhr:

    sorry, sollte Projekt heißen.

  21. CouchCat antwortete am 18.05.2012, 15:58 Uhr:

    @Wolfgang: Das ist eines der guten Projekte, zumindest was CTR und Einnahmen betrifft ;-)

    Ob solche quasi-MFA-Seiten noch Sinn machen, kannst Du eigentlich nur ausprobieren. Wenn sie gut gehalten sind und nicht zu MFA-auffällig, dann könnte das durchaus klappen.

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