Viele, die im Internet Geld verdienen möchten, stolpern früher oder später über den nicht gerade wenig lukrativen Bereich der Blog Artikel & Co. mit dem sich einiges an Profit machen lässt. Egal ob nun Geld, Produkt oder andere Gegenleistung für das, was man unterm Strich meist nur einen Verstoß gegen die Richtlinien von Google nennen kann, fließt. Auch werden gerne die entsprechenden Portale für diesen Handel positiv erwähnt oder mit seitenweiten Werbeformen versehen. Schließlich haben einige davon auch nicht uninteressante Partnerprogramme.
Schon mal was von „Black Hat SEO“ gehört? Nein? Ihr seid ja schließlich keine SEOs, sondern wollt nur Geld verdienen, richtig? Schon mal die Richtlinien von Google für Webmaster gelesen? Einige wissen vielleicht, dass sie mit dieser Einnahmequelle, wenn die entsprechenden Links nicht mit dem „nofollow“ Tag versehen sind, gegen die Richtlinien von Google verstoßen. Den meisten davon ist es aber egal, denn schließlich sind diese Einnahmen nicht von schlechten Eltern.
Besonders in Deutschland wird das, was man mit dem einfachen Wort „Linkmanipulation“ beschreiben kann, besonders häufig betrieben. Zig Portale laden dazu ein Links zu kaufen, zu verkaufen, zu mieten, zu vermieten … und das in allen möglichen Variationen. Ob nun einfach und direkt oder indirekt über Blog Artikel. Ob gegen Geld, gegen Produkt oder im Tausch. Unterm Strich ist alles das gleiche: Black Hat SEO!
Wer das nicht glaubt, soll sich mal die entsprechenden Artikel der Nachricht von Barry Schwartz an die deutschen SEOs durchlesen:
- Google nimmt Black-Hat-SEOs ins Visier (bei internetworld.de)
- Google hat deutsche SEOs im Visier (bei onlinemarketing.de)
Google sieht den Handel mit Links, egal in welcher Form, ohne entsprechende „nofollow“ Kennzeichnung als Black Hat SEO an. Und sie haben auch angekündigt zukünftig speziell dagegen vorzugehen, vor allem in Deutschland. Hierunter fällt auch der Tausch, nicht nur das, wofür Ihr Geld nehmt, sondern jegliche Linkmanipulation. Den Aufschrei, der nach solchen Sanktionen durch das Land gehen wird, kann ich mir lebhaft vorstellen…
Ich spreche mich schon seit vielen Jahren gegen diese Art der Einnahmengenerierung, die gegen die Richtlinien von Google verstößt, aus. Sie ist alles andere als seriös. Dennoch wird sie gerade in Deutschland äußerst gerne betrieben. Wahrscheinlich wurde ich bezüglich meiner Einstellung von vielen belächelt… klar, ich habe mir einen Haufen Geld durch die Lappen gehen lassen. Und was damit möglich ist, weiß keiner besser als ich. Doch als im Jahr 2007 verbranntes Kind scheue ich das Feuer!
Damals, als es diese Richtlinie noch nicht gab, habe ich richtig gut damit verdient und kurz nachdem die Richtlinie eingeführt war, teuer dafür bezahlen dürfen. Die Domain war, egal was ich tat, für mehr als 3 Jahre Schrott. Sie rankte gar nicht mehr. Und mit ihr waren alle Domains aus dem gleichen Webmaster Tools Account über Nacht zum Produkt für die Müllhalde erklärt (dort landeten sie dann letztendlich auch).
Nun, nachdem dieses Statement von Google speziell für die deutschen Black Hat SEOs geliefert wurde, werden wohl relativ bald Sanktionen folgen. Zitat von Seoblog.net: „In den nächsten Monaten sollen neue Algos und Techniken kommen, die verstärkt gegen Linkverkäufer aber insbesondere auch gegen Linkeinkäufer gerichtet sind.“ Gute Nacht für viele, die ihre Webseiten bis dahin nicht gesäubert haben. Einige werden unterm Radar durchfliegen und es wird wohl auch wieder Kollateralschäden geben. Denn Google braucht keine hieb- und stichfesten Beweise. Sie kommen auch nicht vorbei und sehen sich erst Eure Rechnungen an, bevor sie Euch bestrafen. Stattdessen messen sie mit automatisierten Algorithmen und ich vermute, dass hier auch der Domino-Effekt zum tragen kommt. Wer einen „bekannten Käufer“ verlinkt, komplett aus freien Stücken ohne jegliche Gegenleistung (z.B. weil es da guten Content gibt), könnte auch etwas abbekommen.
Unterm Strich heißt das nichts anderes als, dass für alle, die ihre Projekte am Leben erhalten möchten, jetzt der Punkt angesagt ist, ihre Verlinkungen zu prüfen. Keyword-Verlinkungen dürften genauso im Radar auffallen wie Links, die nicht mit dem Attribut „nofollow“ versehen sind.
Die komplizierten Algorithmen und die Strategien, wie Google Verkäufer wie auch Einkäufer identifizieren möchte, werden sich unsereins nicht erschließen. Sie werden Wege finden, diesen lukrativen Markt in Deutschland aufzudecken und „platt zu walzen“. Gute Nacht dem, der die „identifizierten Opfer“ verlinkt. Bad Neighbourhood wie auch selbst eine „unschuldige“ Kategorisierung als einer von beiden sind möglich.
Unterm Strich kann ich diese Frage nur mit Vermutungen beantworten. Es gilt die Links nach außen genau unter die Lupe zu nehmen. Wen verlinke ich, wie verlinke ich ihn (nofollow oder nicht), wie sieht der Linktext aus. Fraglich sind in meinen Augen Links zu potenziellen Käufern und Verkäufern, sämtliche Keyword-Links, Kommentar-Bereiche die nicht mit dem Attribut nofollow versehen sind, sowie auch die Blogroll im Allgemeinen, vor allem wenn sie seitenweit eingesetzt wird und/oder die Links darin nicht mit dem Attribut nofollow versehen sind. Generell würde ich persönlich mittlerweile auf seitenweite externe Links, egal in welchem Bereich sie enthalten sind (z.B. Sidebar oder Footer) komplett verzichten.
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